...vom Risiko, Neurodermitis an die Kinder zu vererben...

Heute feiert unser Sohn stolz seinen 6. Geburtstag! Happy Birthday, mein kleiner Schatz!

Ich habe gestern den halben Tag in der Küche verbracht und Kuchen und Muffins gebacken. Beim Vermischen der Zutaten fiel mir plötzlich auf, mit welcher Selbstverständlichkeit ich Kuhmilch gegen Mandelmilch tausche, Kristallzucker gegen Birkenzucker, Backpulver gegen Natron, usw. 

Dann fielen mir meine eigenen Kindergeburtstage ein und die Momente, in denen ich meinen eigenen Kuchen zu anderen Geburtstagen mitbringen musste, weil ich die "normal" gebackenen Süßwaren nicht essen durfte. Das war manchmal sehr hart, weil man sich doch irgendwie immer anders als die anderen fühlte.

 

Ich habe gelesen, dass die Wahrscheinlichkeit Neurodermitis an die Kinder weiterzuvererben, in meinem Fall (ein erkrankter Elternteil) bei 20 - 40 % liegt.

Unsere Kinder sind heute beide 6 Jahre alt, übermorgen wird unsere Tochter glückliche

7 Jahre - als ich so alt war wie die Zwei, war Neurodermitis längst an der Tagesordnung. Meine kleine Schwester kam sogar mit Neurodermitis auf die Welt! Bisher sind unsere Kinder gesund und munter und ich bin jeden Tag zutiefst dankbar, dass sie hoffentlich und scheinbar nicht zu den 20 - 40 % gehören.

Ich bin froh, dass ich mir in den letzten Jahren ein außergewöhnliches Wissen angeeignet habe, um meine Kinder (hoffentlich) ein leben lang vor dieser schrecklichen Krankheit bewahren zu können - denn eines gebe ich meinen Kindern heute schon mit auf den Weg - nicht nur zu lernen, wie wichtig gesunde, frische Ernährung ist, sondern auch sich selbst zu lieben, auf sich zu achten, immer positiv und optimistisch zu bleiben und nicht den Glauben an sich selbst zu verlieren. Unsere Kinder kennen schon heute regelmäßige Übungen vor dem Spiegel, bei denen sie sich selbst loben und laut sagen, dass sie einzigartig und wundervoll sind. Genauso wie sie sind. Ausnahmslos jeden Abend stehen mein Mann und ich neben unseren schlafenden Kindern und flüstern ihnen ins Ohr, wie glücklich und dankbar wir sind, dass sie bei uns sind. Das machen wir natürlich auch gerne, wenn sie wach sind :-) Und wir unterscheiden ganz klar, wenn wir sie doch mal schimpfen. Sie hören niemals ein: "Du bist heute echt nervig!", sondern immer ein "dein Verhalten nervt mich gerade sehr!". Sie lernen von Beginn an den Unterschied zwischen dem Wert als Person und dem Verhalten einer Person. Etwas, was ich leider erst im Erwachsenenalter wirklich gelernt habe. Bei mir, als auch bei meinen Mitmenschen. 

 

Übrigens: Ich war die erste Person in unserer ganzen Familie, bei der Neurodermitis diagnostiziert wurde - nicht, dass ich darauf stolz bin (um Himmelswillen!), es ist mir nur gerade so eingefallen...