Ernährung

"Du bist, was du isst."

Es ist durchaus bekannt, dass Ernährung bei Gesundheit und Erkrankung eine ganz zentrale Rolle spielt. Grundsätzlich spielt Ernährung generell zu über 80 % eine sehr wichtige Rolle bei dem Thema Gesundheit. Die restlichen 20 % beziehen sich auf Bewegung und Stressbewältigung. In der heutigen Zeit sind wir vor allem der gesamten und allgemeinen Maßlosigkeit ausgesetzt, was auf die Dauer schwer krank macht. Hier rede ich nicht mehr nur von Neurodermitis, sondern viel mehr auch von Herzerkrankungen, Diabetes mellitus, Fettleber, chronischen und psychischen Erkrankungen. 

Wir essen generell zu viel, zu viel Süßes, zu fett, zu viel falsches Fett, zu kohlenhydratreich, zu eiweißreich und zu ballaststoffarm bzw. die falschen Ballaststoffe. Wir trinken zu viel Alkohol und Kaffee, nehmen zu viele Medikamente, sind heutzutage viel zu viel Stress und Sorgen ausgesetzt. Diese gesamte Maßlosigkeit überlastet den gesamten Organismus massiv und macht uns krank. 

Unser Körper übersäuert, die Verdauung wird geschwächt, was sich in "typischen" Magen- und Darmbeschwerden äußert. Das Immunsystem - was zu 80% im Darm lokalisiert ist - leidet ebenfalls unter der ungesunden Ernährung. Wir fühlen uns ständig müde, ausgelaugt, noch gestresster als sowieso schon und sind träge. Doch was heißt überhaupt ungesund?

Hier drehe ich die Frage um und beantwortet: was heißt denn gesund?

Eine gesunde Ernährung beruht vor allem auf pflanzlicher und möglichst wenig bis gar nicht verarbeiteter Lebensmittel. Damit unser Körper ausreichend versorgt ist und entsprechend gut "funktionieren" kann, braucht er vor allem gesunde Fette, gute komplexe Kohlenhydrate, gesunde Ballaststoffe und Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien und Spurenelemente. Das heißt konkret:

  • ungesättigte Omega-3-Fettsäuren
  • keine isolierten Kohlenhydrate, die sich vor allem in Zucker und sämtlichen Fertigprodukten, Fast Food, Teig- und Backwaren, süßen Getränken, etc. befinden
  • nicht zu viel Proteine - zu viel Eiweiß fördert die Vermehrung der Fäulnisbakterien (das sind die "schlechten" Bakterien im Darm, mehr dazu finden Sie unter Darmgesundheit)
  • gute Ballaststoffe in Form von Gemüse, Salaten, Hülsenfrüchten und weniger in Form von Getreideprodukte (diese fördern Gärprozesse im Darm) - Getreide- und Milchprodukte gehören "erst" seit wenigen Tausend Jahren zu der menschlichen Ernährung. Für unseren Darm war dies jedoch tatsächlich nicht genügend Zeit, um sich auf diese Lebensmittel einzustellen. Zweifelsohne kann der Mensch kleine Mengen relativ ursprünglicher Getreidearten wie z. B. Dinkel oder Hirse im Rahmen einer naturbelassenen Ernährungsweise sehr gut vertragen. Das Problem ist jedoch, dass das heutige Getreide kaum mehr an das ursprüngliche Getreide erinnert, sondern in Form von sehr stark industriell verarbeiteten Getreideprodukten zu einem hauptsächlichen Grundnahrungsmittel  geworden sind. Diese Mengen und vor allem die Qualität dieser ganzen Getreideprodukte (Brot, Pizza, Kuchen, etc.) sind für den Darm absolut schädlich - und zwar unabhängig davon, ob der Mensch an einer Unverträglichkeit (hier: Gluten) leidet oder nicht. Wussten Sie, dass der Glutenanteil im Getreide früher bei gerade mal 5 % lag und heute über 50 % ausmacht? Eine erschreckende Zahl wie ich finde und kein Wunder, dass heute so viele Menschen kein Getreide mehr vertragen. 
  • basische Ernährung - der Darm und seine "guten" Bakterien lieben ein basisches Milieu. Übersäuert der Körper nehmen die schädlichen Mikroorganismen (Bakterien) Überhand im Darm und können hier verheerende Beschwerden und Krankheiten im gesamten Organismus auslösen.
  • Verzicht auf Genussgifte, wie Alkohol, Koffein, Nikotin

Heute ernähre ich mich ausschließlich vollwertig und basisch, überwiegend vegan und verzichte vollständig auf Alkohol, süße Getränke und auch weitestgehend auf Kaffee. Zucker meide ich so gut es geht - Noch ein kleiner Tipp zur Ernährungsumstellung:

Vor der vollständigen Umstellung heil-fastete ich zunächst eine Woche und führte eine zweimonatige Darmreinigung durch mit anschließendem Aufbau der Darmflora (heißt: Darmsanierung), um meinen Körper zu entgiften und mir die Umstellung leichter zu gestalten. Für die Themen Heilfasten und Darmreinigung habe ich eigene Unterkapitel verfasst. 


Neben der Ernährung spielt auch, wie oben bereits erwähnt, der Darm eine ganz entscheidende Rolle bei (chronischen) Erkrankungen jeglicher Art und ist auch bei der allgemeinen Gesundheit nicht zu unterschätzen. Nicht umsonst gibt es den schönen Spruch: "Gesunder Darm - gesunde Haut!" Jeder sollte mindestens einmal im Jahr (!) eine ganzheitliche Darmsanierung durchführen. Informationen und Erfahrungen dazu finden Sie unter Darmgesundheit.


Kommentare: 1
  • #1

    Hanna (Samstag, 20 Oktober 2018 12:43)

    Ich lebe seit einigen Jahren komplett vegan, aus absoluter Überzeugung. Ich kann wirklich nur bestätigen was du da schreibst. Ich bin nur noch ganz selten krank und fühle mich einfach nur gut. Mein Körpergeruch hat sich sogar verändert! Auch wenn es jetzt etwas blöd klingt, aber ich stinke bei weitem nicht mehr so wie früher. Mein Schweißgeruch ist fast "angenehm" geworden. Das führe ich definitiv auf meine vegane Ernährung zurück! Der Mensch ist körperlich betrachtet ein Pflanzenfresser! Der Darm ist nicht für Fleisch ausgelegt. Es gibt darüber einige Dokumentationen. Eine, die ich sehr empfehlen kann ist "What the Health".
    Vegane Ernährung ist im Alltag auch gar nicht so schwer. Wie du selbst so schön schreibst, es ist eine Einstellungssache :-) Und da gebe ich dir wirklich recht!