Medien-Fasten

"Selig sind die Ahnungslosen."

Diesem Thema möchte ich unbedingt ein eigenes Kapitel widmen, da ich es ebenfalls für außerordentlich wichtig halte, vor allem in Bezug auf den täglichen Stress und positiven Glaubenssätzen

Eigentlich müsste das Kapitel Medien-Verzicht heißen, doch mir ist bewusst, dass dies in der heutigen Zeit fast unmöglich ist.

Als ich anfing mich intensiv mit meinem alltäglichen Stress, meinen Glaubenssätzen und meiner Umgebung auseinanderzusetzen, wurde mir bewusst, dass ich viel zu viel (unnötige) Zeit am Handy verbrachte. Facebook hier, Instagram da, Nachrichten hier, WhatsApp da. Ich fing an mich selbst zu beobachten und musste mit Schrecken feststellen, dass ich mehr Zeit mit meinem blöden Handy und den sozialen Netzwerken jeglicher Art verbrachte, als mir gut tat. Dies wurde mir vor allem später bewusst, als ich anfing mir täglich positive Affirmationen vorzusagen und in meinen Gedanken zu verankern. Ich fing somit an, meine Gedanken und Gefühle bewusst wahrzunehmen und stellte fest: Schlechte Nachrichten festigten meine negativen Gedanken und Gefühle logischerweise nur. Und täglich bei Facebook "rum zu schnüffeln" bringt meistens auch keine guten Gefühle, denn wer postet schon, wie sch**** sein Leben gerade verläuft. Sind wir mal ehrlich, die Timeline ist voll von tollen Urlaubsbildern, Menschen, die scheinbar unglaublich glücklich sind und den ganzen Tag nur spannende lustige Dinge erleben. Aber sind wir mal ehrlich, du weißt nicht, wie die restlichen 23 Stunden des Anderen wirklich aussehen. Dennoch: Frust ist hier vorprogrammiert.

Also machte ich Nägel mit Köpfen und meldete mich aus allen sozialen Medien ab und beschränkte meinen WhatsApp Konsum enorm. Anfangs ehrlicherweise nur mit mäßigem Erfolg. Immer wieder war meine Neugierde zu groß. Ich schaute hier und da in den sozialen Netzwerken. Und immer wieder ärgerte ich mich danach über mich selbst, dass ich "schwach" geworden war. Es dauerte tatsächlich viele Wochen bis zur endgültigen Abstinenz. Doch irgendwann begriff ich, dass es das gesündeste war, rigoros alles zu vermeiden, was meiner Seele und somit auch meinem Körper nicht gut tat. Natürlich benutze ich noch heute täglich WhatsApp, es ist auch kaum vermeidbar, da ich beispielsweise im Kindergarten und in der Schule unserer Kinder sehr aktiv tätig und somit in einigen WhatsApp-Gruppen bin. Doch in der Regel ist mein Handy jeden Abend um 20 Uhr aus. Nicht immer werden über WhatsApp gute und positive Nachrichten verschickt, gerade in Gruppen eskalieren gerne mal Diskussionen oder finden einfach kein Ende. Damit ich so etwas niemals "mit ins Bett" nehme und schlaflose Nächte riskiere, bleibt mein Handy abends aus. Außerdem ist es viel schöner die Zeit intensiv mit unseren Kindern und meinem Mann auf der Couch zu verbringen; gute Gespräche zu führen oder Spiele zu spielen, statt dämlich verblödend ins Handy zu schauen (was oft, wie bereits geschrieben, sowieso nur negative Gedanken und Gefühle auslöst). 

Inzwischen lebe ich komplett "medien-abstinent" und es war die beste Entscheidung (neben vielen anderen), die ich getroffen habe. Es macht mir überhaupt nichts mehr aus, nicht ständig "alles mit zu bekommen und zu gucken, was andere machen". Im Gegenteil, es bereitet mir große Freude mich komplett auf mich, meine Familie, meine Freunde vor Ort und meine Umgebung konzentrieren. Das ist was zählt und das ist, was wichtig ist. Außerdem laufe ich nebenbei nicht Gefahr, gegen eine Laterne zu rennen. Überzeuge dich gerne selbst: Du wirst mich im Internet und in allen sozialen Netzwerken nicht finden, außer natürlich und ausschließlich, auf dieser Webseite und auf rein beruflicher Ebene. Während unseres jährlichen Sommerurlaubes verzichten mein Mann und ich sogar vollständig auf unsere Handys. Diese bleiben zuhause in der Schublade. Selig sind die eben die Ahnungslosen.

Neben der Medien-Abstinenz habe ich die regelmäßige Meditationen für mich entdeckt.

Ein absolutes "Wundermittel" bei akuten Stress, aber auch bei anhaltender innerer Unruhe und Belastungen im Alltag. Daher möchte ich unbedingt über die Wichtigkeit der Meditation sprechen. 


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