Meditation / yoga

Wer mich kennt, weiß: Ich gehöre zu den absoluten Powerfrauen!

Mein ganzes Leben war ich überdurchschnittlich ehrgeizig, stand ständig unter Strom, habe mich fast täglich selbst "übertrumpft", mir immer mehr und noch mehr Aufgaben aufgebürdet, rannte Tag ein Tag aus dem absoluten Perfektionismus hinterher und vergaß mich dabei völlig selbst. Mein Hamsterrad drehte sich immer schneller und schneller. 

Keine Frage: ein Alltag mit zwei kleinen Kindern im Altersabstand von gerade mal 12 Monaten ist nicht zu unterschätzen, aber dennoch muss frau ja nicht übertreiben. Und ich habe übertrieben! Zwei (kleine) Kinder, ein großer Haushalt, im Beruf eine 25-Stunden-Woche, ein Nebengewerbe, ehrenamtliche Tätigkeit in Kindergarten und später Schule (zwischenzeitlich beides), und "nebenbei" noch ein unvorstellbarer Konflikt innerhalb der Ex-Familie meines Ehemannes, welcher mir jahrelang jegliche Kraft und Energie raubte und mein Selbstbild und meine Selbstliebe völlig zerstörte. Zu diesem Konflikt und wie ich es daraus geschafft habe findest du im Kapitel positive Glaubenssätze.

Meine Heilpraktikerin riet mir dringend zu Methoden, regelmäßig "runter zukommen". 

Natürlich dachte ich sofort an Meditation und Yoga. Gedacht, getan.

An Yoga (und auch Pilates) traute ich mich sehr schnell heran. In meinem Frauen-Fitnessstudio werden fast täglich Kurse angeboten. Meine ersten Erfahrungen mit Yoga und Pilates waren geht so gut. Ich habe wirklich lange gebraucht, um hier während der Stunden meine innere Ruhe zu finden und ganz bei mir zu sein. Auch die Atemtechniken und -Übungen beim Yoga fielen mir anfangs schwer. Schnell war ich durch meine Gedanken abgelenkt, ganz weit weg und vor allem ganz weit weg von meinem Atem und den Übungen. Inzwischen gehe ich seit September 2018 fünfmal die Woche zum Yoga und Pilates. Mein inneres Gleichgewicht hat sich vollkommen verändert. Auch hat sich meine äußere Balance deutlich verbessert! Heute kann ich zu Beginn der Kurse wahnsinnig schnell abschalten und ganz bei mir sein. Ich staune immer wieder, wenn ich nach einer Stunde feststelle, dass ich wirklich an NICHTS, außer an meinen Atem und die Übungen gedacht habe. Die Atemübungen haben es mir inzwischen richtig angetan. Viele der Atemtechniken wende ich auch zu Hause an, gerne wenn ich sehr müde oder zu sehr im Stress bin. Ganz besonder gerne achte ich vor dem Einschlafen auf meinen Atem. Mein Schlafverhalten hat sich deutlich verbessert!

Übrigens trainiere ich zwei Arten von Yoga. Yin-Yoga (eine sehr ruhige Form) und

Vinyasa-Yoga (eine sehr aktive Power-Form). Hier findest du detaillierte Informationen zu den unterschiedlichen Yoga-Arten. 

Nachdem ich Yoga und Pilates wirklich vollständig in meinen Alltag integriert hatte, traute ich mich an Meditationen heran. Das fiel mir, aufgrund meiner sehr positiven Erfahrungen mit Yoga, nicht mehr sehr schwer. Da ich ein kleiner Bücherwurm bin, kaufte ich mir das Buch gesund durch Meditation* von Jon Kabat-Zinn. Ich kann dieses Buch wirklich wärmstens empfehlen. Hier geht es nicht nur um Meditation, sondern auch um Ganzheit, das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele, um Heilung und Achtsamkeit im Alltag. 

Natürlich geht es in dem Buch aber vor allem um die Einführung in die Meditation, um Atemtechniken, kleinen Achtsamkeitsübungen und auch um Yoga (und den positiven Auswirkungen). Heute meditiere ich regelmäßig. Nicht ganz so lange, wie ich es mir ursprünglich vorgenommen hatte, aber doch so viel, dass es meinen Alltag und mein Leben ganz positiv beeinflusst. Vor allem bevorzuge ich Meditationen über die Güte und Liebe (auch in Bezug auf meine "negative" Mitmenschen) und das Loslassen. 

Natürlich gibt es Tage, an denen ich mich gerne wieder sehr ablenken lasse. Für solche unaufmerksamen Tage, bevorzuge ich Meditationen zum Anhören. Hier höre ich gerne ein paar schöne Meditationen von Robert Betz, welche ich über mein Handy mit Kopfhörern hören kann. Hier schaffe ich es (fast immer :-) ) ohne große Abschweifungen zuzuhören. 

In Hoch-Zeiten meines Stresses (was sich eben nicht immer ganz vermeiden lässt) nutze ich gerne kurze Atem-Meditationen, welche ich auch "zwischendurch" durchführen kann. Manchmal reichen schon ein tiefes zwei minütiges Durchatmen, ein intensiven Spüren in den Körper und ein bewusstes Auflösen der Anspannungen (bei mir meistens im Bauch). 

 

Was sich seitdem verändert hat? Ich lebe viel mehr im Augenblick, ich mache mir deutlich weniger (negative) Gedanken, meine Gefühle sind neutraler und nicht mehr be- oder gar abwertend. Ich nehme mich als ein "Ganzes" wahr, fühle in mich hinein, ohne zu bewerten. Mein Schlafverhalten hat sich, wie bereits geschrieben, um 100 % verbessert und meine innere Unruhe macht sich nur noch selten bis gar nicht mehr bemerkbar. Ich kann meine Gedanken auf gewisse Weise "kontrollieren" und leichter loslassen, vor allem die nichts-nützigen negativen Gedanken. Und vor allem lasse ich mich heute bei Weitem nicht mehr so aus der Fassung bringen wie früher. Ich betrachte mein Leben (meist) aus einer augenblicklichen neutralen Position heraus.  

Nicht nur die regelmäßige Meditationen sind Balsam für meine Seele, sondern vor allem auch positive Gedanken und Glaubenssätze. Im letzten Jahr habe ich eine Menge über die Kraft der Gedanken gelernt und am eigenen Leib erlebt. Ich möchte meine Erfahrungen mit negativen, aber lieber noch positiven Glaubenssätzen mit dir teilen. 


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