Shampoos

Seit vielen Monaten benutze ich ausnahmslos selbstgemachte Shampoos. Selbst zum Sauna-Besuch bringe ich mein gemachtes Shampoo im Dressingshaker mit.

Meine Haare sind sichtbar gesünder, ich erkenne einen deutlichen Unterschied zu früher. Hinzukommt, dass ich meine Haare nur noch zwei mal in der Woche waschen muss. Die fettigen Haare halten sich in Grenzen, da meine Haare einen ganz natürlichen Fettfilm entwickelt haben, welcher nach ein paar Tagen nicht "klatschig" aussieht. Auch nach vier Tagen sehen meine Haare bei weiten nicht so fettig aus, wie früher und ich kann sie noch offen tragen. Ich variiere meine Shampoos übrigens immer mit der Zeit.

Mein Grundrezept ist das Roggen-Shampoo, doch ab und zu ergänze ich es gerne mit ätherischen Ölen, einem Sud aus Lavendelblüten aus unserem Garten, Natron, einem Sud Avocadokern*-Pulver oder einfach Tee statt Wasser.

Hier findest du einen Auszug meiner selbst hergestellten Shampoos.

Die Mengenangaben beziehen sich immer auf schulterlanges Haar:

(Natürlich findest du auch im Internet viele weitere Rezepte und Anleitungen)


Roggenvollkornmehl-Shampoo

250 ml heißes oder warmes Wasser mit vier Esslöffel Bio-Roggenvollkornmehl vermischen. Ich benutze hierfür meinen Thermomix. Hier kann ich sogar das ganz Korn mahlen, anschließend das Wasser oder schwarzen Tee zugeben und dann erhitzen. Ansonsten geht auch der gute alte Dressingshaker oder eine Flasche. Denn geschüttelt ist in dem Fall besser als gerührt :) Das Ganze muss dann circa ein bis zwei Stunden stehen bleiben, damit  sich die wertvollen Inhaltsstoffe lösen und grobe Körner weich werden und nicht kleben. Die Mehlmischung wird wie normales Shampoo im nassen Haar verteilt und muss gut einmassiert werden. Wichtig ist, dass du dein Haar danach gründlich ausspülst, damit keine Mehl-Rückstände im Haar zurück bleiben. Ich brauche nach diesem Shampoo keine Spülung oder Haaröl! Test-weise habe ich das Shampoo mal über Nacht stehen lassen und am nächsten Morgen konnte ich eine gut 1 cm dicke Ölschicht auf dem Shampoo entdecken. Mir war vorher nie bewusst, wie ölhaltig dieses Mehl ist. Einfach wunderbar!


Avocado-Kern-Shampoo

Den Kern einer Avocado* ein paar Tage vollständig trocknen lassen, bis die äußere Schale bröselt und man den diese ablösen kann. Den Kern nun raspeln oder in einem guten stabilen Mixer zerkleinern. 300 ml Wasser aufkochen und mit dem Avocadopulver gut vermischen. Das ganze etwas abkühlen lassen und dann ebenfalls wie normales Shampoo verwenden. Ich füge diesem gerne noch zwei Teelöffel Natron hinzu, damit es auch etwas dickflüssiger wird. 

(kleiner Hinweis: die Herstellung des Pulvers ist nicht angenehm duftend. Das verschwindet aber beim Haare waschen.)


Natron-Shampoo

Vermenge 300 ml gekochten, abgekühlten grünen Biotee mit fünf Esslöffel Natron zu einer Masse. Am besten geht auch hier mit eine Dressingshaker oder ähnlichem. Anschließend die Masse ins Haar einmassieren, kurze einwirken lassen und gründlich ausspülen. 


*Ich liebe Avocados über alles und könnte sie jeden Tag essen. Aber die Ökobilanz der Avocado ist verheerend, der Anbau verbraucht große Mengen Wasser. Hinzu kommt, dass die Früchte oft aus Chile oder Mexiko kommen. In Chile richtet der Anbau ökologische Schäden an, in Mexiko kontrollieren Verbrecher Teile der Herstellung. Dann müssen die Avocados noch aufwendig um die Welt transportiert werden.


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